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Mehr Deutsch in der Schule

Anne Wyrwich und Beata Smyrek, Deutschlehrerinnen, aus Kreuzburg O/S, berichten über den Deutschunterricht in einem Gymnasium in Bodland

Seit dem 15. September 2003 wird im Gymnasium Nr. 2 in Bodland-Bogacica Deutsch in fünf Wochenstunden unterrichtet. Die Deutschlehrerinnen Beata Smyrek und Anna Wyrwich haben mit dem Leiter des Gymnasiums Robert Wietrzyk ein Projekt entwickelt. Der "Verein für das Deutschtum im Ausland in Bayern" (VDA) hat es anerkannt und gibt die finanzielle Unterstützung. VDA finanzierte auch den Kauf eines Computers mit Ausstattung, eines Drukkers, eines Multimedialprojektors und eines Kopiergerätes. Außerdem wurden in diesem Gymnasium Wörterbücher für den Deutschunterricht angeschafft. Ein herzliches Dankeschön geht an die Vertreter des VDA, die sich für das Bildungsprojekt engagiert haben, es sind dies der Landesvorsitzende Gerhard Landgraf und die Vorstandsmitglieder Dr. Hans Merkel und Rudolf Maywald. Großen Einsatz zeigte auch der Vorsitzende der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen im Kreis Kreuzburg, Herr Georg Nowak, der sich seit Jahren um den Deutschunterricht und eine finanzielle Unterstützung sehr bemüht. Bodland zählt ca. 1200 Einwohner und liegt in der Gemeinde Kreuzburg/Kluczbork in der Woiwodschaft Oppeln in Oberschlesien. Zum Einzugsgebiet des Gymnasiums gehören außer Bodland die umliegenden Orte Alt Tschapel/Czaple Stare, Fabianswalde/Zabiniec, Glashütte/Szklarnia, Wald Schloß/ Zameezek, Neu Bodland/Nowa Bogacica, Borkenwalde/ Borkowice und Basan/Bazany. Das Gymnasium besuchen außerdem Schüler der Ortschaften Wierschy/Wierzchy, Schumm/Szum und Georgenwerk/Bukowo, die nicht zum Bezirk gehören. Um die Sprache und die Kultur der Deutschen zu erhalten, besteht das Bedürfnis des Deutschunterrichts in der Schule. Laut Verordnung des polnischen Bildungsministeriums kann Deutsch als die Sprache der deutschen Minderheit in polnischen Grundschulen und Gymnasien, drei Wochen stunden pro Klasse unterrichtet werden, Die Deutschkenntnisse der Schüler, die nach der Grundschule das Lernen im Gymnasium beginnen sind sehr unterschiedlich. Es gibt Schüler, die das Deutsch sehr gut beherrschen und das Gymnasium in Spracholympiaden und Rezitationswettbewerben, auch im Finale, jedes Jahr repräsentieren. Es gibt viele Absolventen des Gymnasiums und der früheren Grundschule, die Deutsch studieren und bereits sogar Deutsch unterrichten. Es gibt aber auch Schüler, die Schwierigkeiten mit dem Lernen der Grammatik und der Vokabeln haben. Für sie ist die Kommunikation in der deutschen Sprache problematisch.

Optimale Bedingungen zur Erweiterung des Wissens und der Kenntnisse der Schüler sind systematischer und ständiger Kontakt mit der Sprache. Fast hundert Prozent der Eltern haben erklärt, dass sie mit der Erweiterung der Wochenstunden einverstanden sind. Mit dem fünfstündigen Unterricht nähern wir uns dem Europäischen Standard, wo die erste Fremdsprache in fünf Wochenstunden unterrichtet wird. Die Lehrer bemühen sich um eine Vielfalt didaktischer Mittel und moderner Unterrichtsmethoden, damit die Schüler motiviert und erfolgreich sind. Der Leiter des Gymnasiums, die Eltern, die Schüler und die Lehrer sind den Sponsoren und der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen in Kreuzburg sehr dankbar für ihre Hilfe und hoffen auf weitere gute Zusammenarbeit.

Anna Wyrwich und Beata Smyrek, Deutschlehrerinnen im Gymnasium Bodland / Stadt Kreuzburg O/S

03-12-23